Eine Bridgekamera ist, wie der Name schon sagt, eine „Brückenkamera“. Sie vereint Technologie von Spiegelreflexkameras mit Elementen der Kompaktkameras. Von der Spiegelreflex hat die Bridgekamera einige Steuerungsmöglichkeiten übernommen; das fest verbaute Objektiv und der Sensor stammen aus der Kompaktkamera.

Das fest verbaute Objektiv hat dabei zwei Vorteile: Zum einen wird die Ausrüstung kompakter, der Fotograf muss also weniger tragen. Zum zweiten können so gut wie kein Staub und Schmutz in die Kamera eindringen. Die Schärfe wird wie bei einer Kompaktkamera mit einem Motor eingestellt. Die Option, die Schärfe wie bei einer Spiegelreflexkamera per Hand einzustellen, gibt es bei einer Bridgekamera hingegen nicht.

Entscheidend im Innern: Der Sensor

Der Standard-Sensor einer Bridgekamera ist der CCD-Sensor (Charge-coupled Device). Er wird in 90 Prozent aller Bridgekameras verbaut. Doch bei hochwertigeren Bridgekameras kann auch ein CMOS-Sensor verbaut sein.

CCD-Sensoren sind sehr lichtempfindlich und selbst in schlechten Lichtsituationen immer noch relativ rauscharm. Aufgrund einer einfacheren Struktur haben sie außerdem weniger Defektpixel als ein CMOS-Sensor. Weil die Pixel allerdings nach dem Eimerkettenprinzip ausgelesen werden und nicht wie beim CMOS-Sensor einzeln, kann es bei Bildern mit überbelichteten Stellen zu einer Schlierenbildung, dem sogenannten Smearing, kommen. Außerdem sind sie deutlich langsamer als CMOS-Sensoren. CCD-Sensoren benötigen zusätzliche Elektronik. Das bedeutet, der Kameraaufbau wird komplexer, die Kamera größer und teurer. Die Kamera verbraucht mit einem CCD-Sensor auch mehr Strom als mit einem CMOS-Sensor.

Im Blickwinkel: Das Objektiv

Ähnlich wie bei einer Spiegelreflexkamera bietet eine Bridgekamera zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten. So können Sie Einfluss auf das Ergebnis ihrer Bilder nehmen. Wenn Sie das nicht nutzen möchten und stattdessen schnell gute Ergebnisse erzielen wollen, verlassen Sie sich auf die Automatik der Kamera.

Mit ihrer kompakten Bauweise ist eine Bridgekamera die ideale Lösung für alle, die keine große Ausrüstung mitnehmen möchten und ihre Kamera gern überall dabei haben. Weil das Objektiv nicht wie bei einer Spiegelreflexkamera gewechselt werden kann, sollten sie sich vor dem Kauf einer Bridgekamera unbedingt überlegen, was Ihre Kamera können sollte – gerade im Zoom-Bereich. Wenn Sie gerne weit entfernte Objekte nah heranholen möchten, sollte das integrierte Objektiv einen möglichst großen optischen Zoom bieten. Viele Bridgekameras sind hier mit einem 25fach Zoom ausgestattet. Es gibt allerdings auch Kameras, die sogar über einen 80fach Zoom verfügen. Diese bewegen sich preislich meist allerdings schon im Bereich einer Einsteiger-Spiegelreflexkamera. Dann stellt sich die Frage: Lohnt sich die Investition in eine Bridgekamera oder entscheiden Sie sich für eine andere Kamera.

Gute Bilder – schon für kleines Geld

Bridgekameras sind sowohl für Einsteiger als auch für Hobbyfotografen geeignet. Auch wenn die Möglichkeiten nicht ganz so groß sind wie bei einer Spiegelreflex: Mit ihren hochwertigen Sensoren und Objektiven liefern sie in vielen Situationen hervorragende Bilder – vom Schnappschuss bis zum inszenierten Bild.

Natürlich ist auch bei einer Bridgekamera die Preisspanne riesig. Der Preis wird vor allem durch den Sensor und das verwendete Objektiv bestimmt, hängt aber auch von den individuellen Einstellmöglichkeiten ab. Einsteigermodelle sind schon für unter 100 Euro erhältlich; nach oben kann der Preis bis zu 4.000 Euro erreichen.

2 Kommentare

  1. Sony rx10m3

    Radi si prečítame Vaše članky, ale zaujal nás fotoaparat od firmy Sony model RX 10m3 u ktorého mi chýba funkcia GPS, a verím tomu, že Vaši čitatelia by radi poznali Váš názor na tento model. Prajem pekný deň. Dakujeme. Vilma a PetCha.

  2. Lieber Hugo!
    Superinteressanter Artikel! Ich spiele schon länger mit dem Gedanken mir eine Spiegelreflexkamera zuzulegen , aber bin immer vor dem Preis zurückgeschreckt. Ein Bridgemodell wäre dann vllt was für mich. Habe mich einmal online umgesehen und Modelle verglichen. Mal sehen welches Modell es am Ende dann wird 🙂

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